12.500 Euro von der Raiffeisenbank

BURGTHANN – Jüngst lud Gerald Weth, Vorsitzender des Fördervereins First Responder (FR), aktive Mitglieder, die Burgthanner Feuerwehr-Kommandanten, Notärzte und Sponsor Paul Hartl von der Raiffeisenbank Oberferrieden-Burgthann ins Feuerwehrhaus Burgthann ein. Grund für die Sponsor-Veranstaltung war die Anschaffung eines teuren Thoraxkompressionssystem, das vor Ort als Unterstützung für lebensrettende Maßnahmen dienen soll.

 

 

 

Gerald Weth berichtete zu Beginn der Versammlung von einem schweren Unfall im letzten Jahr auf der B8, wo er mit seinem Team an einem Patienten minutenlang per Hand Herzdruckmassage ausübte, letztendlich hier leider vergebens. „Beim Menschen stellt sich im Allgemeinen leider das Problem dar, dass die Herzdruckmassage nach wenigen Minuten ineffizient werde, weil dem Helfer selbst schnell die Luft ausgehe und man auch so ziemlich jeden Muskel danach im Körper spüre.“, betonte der Vorsitzende. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war für die Vorstandschaft klar: Trotz der hohen Kosten ist der Lucas 2 zur optimalen Notfallversorgung der Bevölkerung sinnvoll. Die Anschaffungskosten jedoch beliefen sich auf 12.500 Euro, die nun die Raiffeisenbank sponserte. Bei der symbolischen Scheckübergabe betonte Paul Hartl, dass es bei der Anschaffung von lebensrettenden Hilfsgeräten nicht am Geld scheitern soll. Für ihn ist es eine Selbstverständlichkeit einen finanziellen Beitrag hier zu leisten. Schließlich sei diese Investition sehr lohnenswert und ein großer Fortschritt für die Bevölkerung. Alle drei Notarzteinsatzfahrzeuge im Landkreis haben dieses Gerät bereits im Auto. Der FR ist nun um eine Erstversorgungshilfe reicher geworden, die die medizinische Grundausstattung im Fahrzeug ergänze. Alle nickten gleichzeitig den Kopf als Notarzt Dr. Jürgen Beck diese gute Nachricht mit den Worten „Zeit ist Herz beziehungsweise Leben“ noch einmal deutlich hervorhob. Da der First Responder oftmals entscheidende Minuten früher beim Patienten eintrifft als der Rettungswagen, kann nun in der Zukunft das Gerät, unter Beobachtung, die Helfer vor Ort tatkräftig unterstützen. Die medizinische Versorgung verläuft optimal und effizient, während die First Responder weitere Maßnahmen ergreifen können. Es liegen zwar keine wissenschaftlichen Daten darüber vor, ob der Lucas 2 nun besser sei, als die menschliche Herzdruckmassage. Jedoch ist man sich in einem Punkt auf alle Fälle einig: Das technische Hilfsmittel halte kräftemäßig länger und dauerhaft in bester Qualität durch als der Mensch. Bürgermeister Heinz Meyer bemerkte, dass es keine Selbstverständlichkeit sei, gerade auch für Banken, so hohe Spendensummen aufbringen zu können und bedankte sich im Namen der Gemeinde für diese wertvolle Unterstützung. Er nutzte auch die Gelegenheit, um die gute Zusammenarbeit zwischen FR und den Notärzten zu loben.

 

 

 

Ulrike Schütz (stv. Vorsitzende und Gruppenführerin) erklärte kurz die Funktionsweise: Die gesamte Tasche wiegt knapp zehn Kilogramm. Der Inhalt besteht aus einem Gurt und einer gelben Platte, die unter den Rücken der verunglückten Person geschoben und mit dem eigentlichen Gerät „Lucas 2“ befestigt wird. Dieses wiederum erkennt selbst, wie groß der Druck sein muss, damit der Zylinder den Brustkorb richtig nach unten pressen kann, um zum Herz gelangen zu können. Die Saugglocken sind aus hygienischen Gründen Einwegprodukte. Somit fallen beispielsweise hier laufende Kosten für den Förderverein an. Auch der medizinische FR-Leiter Christian Matern ist begeistert von dieser Errungenschaft. Ferner informierte er ausführlich über seine eigenen positiven Erfahrungen. Notarzt Dr. Gerhard Draxler bekundete ebenfalls seine Freude über diesen neuen High-Tech-Apparat. Schließlich stieß man noch mit Sekt und Orangensaft auf diesen Gewinn an.

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